Mit der BGM können Verklebungen der Unterhaut gelöst werden und über Reflexwege Einfluss auf vegetative Regulationsmechanismen genommen werden. Bindegewebsmassagen können bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Haut, innerer Organe, Gefäßerkrankungen (Migräne), neurologischen Störungen oder allgemein bei Überbelastung (Stress) angezeigt sein.


Spezielle Grifftechniken üben dabei auf das Bindegewebe eine besondere Art von Reiz aus. Mittels starkem Zug kommt es beim Massierten zu einer starken Rötung im betroffenen Hautareal. Verschiedene Techniken üben unterschiedliche Reizstärken auf die betroffenen Körperregionen aus. Bei der flächigen Technik wird das Unterhautgewebe mit Daumen und Fingerkuppen oberflächlich verschoben. Bei der Hauttechnik wird mit den Fingerkuppen nur die Oberhaut verschoben. Diese Technik eignet sich für die Massage von Kindern. Bei der Unterhauttechnik wird mit stärkerem Zug als bei der Hauttechnik gearbeitet. Eine noch größere Zugreizung wird bei der Faszientechnik eingesetzt. Dabei wird das Bindegewebe zwischen den Muskelteilen und den Muskeln selbst mit den Fingerkuppen bearbeitet. Nach der Behandlung kann sich für ein bis zwei Stunden extreme Müdigkeit einstellen. Die Wirkung der Bindegewebsmassage kann durch die Vorbereitung mit einer heißen Rolle intensiviert werden.