In der craniosacralen Therapie werden haupsächlich die Schädelknochen (Cranium) und das Kreuzbein (Sacrum) , sowie das darin enthaltene zentale Nervensystem, die Liquorzirkulation (Liquor cerebrospinalis = Hirn - und Rückenmarksflüssigkeit) sowie, die Hirn- und Rückenmarkshäute behandelt bzw. harmonisiert.

Die Wurzeln der craniosacralen Therapie liegen in der Osteopathie . Ihre Begründer waren Dr. Andrew Taylor Still und Dr. W. Sutherland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der US-amerikanische Chirurg Dr. John E. Upledger hat die Grundlagen von Dr. Still und Dr. Sutherland in den 70er Jahren weiterentwickelt.
Die craniosacral Therapeuten befassen sich jedoch keineswegs ausschließlich mit den Knochen, sondern beziehen alle Gewebearten mit ein. Die Therapie heißt so, weil schwerpunktmäßig zwischen dem Schädel - lateinisch: cranium - und dem Kreuzbein - lateinisch: Os sacrum - behandelt wird. Das craniosacrale System - ein eigenes Pulssystem, umfasst die Knochen des Schädels, die Wirbelsäule, das Kreuzbein, die Gehirn- und Rückenmarkshäute und die innerhalb dieses Systems pulsierende Rückenmarksflüssigkeit (Liquor). Rhythmisch bewegt sich diese Flüssigkeit als eine Art Druckwelle vom Gehirn bis zum Kreuzbein.
Craniosacral Therapeuten lernen in einer langjährigen Ausbildung diesen subtilen, eigenständigen Rhythmus zu erspüren. Ziel einer Behandlung ist, durch feine Berührungen und behutsames Dehnen den craniosacralen Rhythmus zu harmonisieren, die Durchblutung aller Körpergewebe zu verbessern, eine größere Beweglichkeit von Gelenken, knöchernen Strukturen und Muskeln zu erreichen. Diese sanfte Behandlungsform wirkt auf das zentrale Nervensystem und kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Babys eingesetzt werden.